Das Notizbuch der Elbfähre
Ein Fährmann findet ein durchnässtes Notizbuch voller Zahlen – und niemand will es vermissen.
Einführung
An einem Julimorgen des Jahres 1919 entdeckt ein Fährmann am Anleger in der Dresdner Neustadt ein kleines, durchnässtes Notizbuch zwischen zwei Steinstufen. Die Seiten sind mit Zahlenreihen, Abkürzungen und Skizzen von Uferlinien gefüllt.
Weil sich kein Eigentümer meldet, wandert das Buch durch mehrere Hände: vom Fährmann zur Wache, von dort zu einem Amtsschreiber und schließlich ins Archiv. Seine Bedeutung blieb bis heute unklar.
Chronologie
Juli 1919
Der Fährmann J. V. findet das Notizbuch am Anleger und liefert es bei der Wache ab.
August 1919
Ein Amtsschreiber versucht, die Zahlenreihen zu deuten, und notiert die Vermutung eines Codes für Warenmengen.
Herbst 1919
Ein Aushang am Anleger bleibt ohne Reaktion. Das Buch wird als Fundsache archiviert.
1921
Ein weiterer Vermerk verweist auf ähnliche Zahlenreihen in einem Hafenbuch, ohne dass die Verbindung belegt wird.
Verfügbare Dokumente
Notizbuch, 48 Seiten
Original, wasserfleckig, Bleistift und Tinte
Fundmeldung der Wache
1 Seite, Datum und Fundort vermerkt
Vermerk des Amtsschreibers
2 Seiten, handschriftlich, mit Deutungsversuch
Photographie und Karte


Zeugenaussagen
Er habe das Buch am frühen Morgen gefunden, noch vor der ersten Überfahrt. In der Nacht zuvor sei ein fremder Mann lange am Anleger gewesen.
Ermittlungsnotizen
Die Zahlenreihen folgen einem erkennbaren Rhythmus: Gruppen aus drei Ziffern, gefolgt von einer Abkürzung. Ein einfacher Substitutionscode ist denkbar, aber nicht belegt.
Die Skizzen zeigen Uferlinien mit kleinen Kreuzen. Ob es sich um Liegeplätze, Lagerorte oder Treffpunkte handelt, lässt sich nicht entscheiden.
Ungeklärte Fragen
- Wer hat die Zahlenreihen geschrieben und welche Waren oder Orte bezeichnen sie?
- Wer war der fremde Mann am Anleger in der Nacht vor dem Fund?
- Besteht eine Verbindung zu dem Hafenbuch von 1921?
Abschließende Archivbewertung
Stand der Akte
Der Fall ist ungelöst. Das Notizbuch zählt zu den am häufigsten angefragten Beständen des Archivs. Eine kryptografische Analyse steht aus.
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